Training mit Welpen

Die Welpenzeit ist ein wichtiger Lebensabschnitt im Leben unserer vierbeinigen Freunde, in dem das Fundament der Hundeerziehung gelegt wird.

Nachdem der Schützling im neuen Zuhause mit ca. der 8. bis 10. Woche eingezogen ist, geht es in erster Linie darum, dass

  • der Welpe stubenrein wird
  • die Beziehung und die Bindung zum Besitzer aufgebaut werden,
  • die Welpen beständig  angeleitet werden, um Regeln zu erlernen und damit Sicherheit bekommen können.
  • man fremden Menschen, Hunden und anderen Tieren freundlich begegnet (Sozialisation)
  • der Welpe verschiedene Orte, Umweltreize und Untergründe kennenlernt und sich daran gewöhnen kann. Abwechslung und Neues entdecken sind wichtig, aber nicht das Übermaß an Neuem!
  • ruhiges und entspanntes Verhalten – auch auf Signal –erlernt werden kann.
  • Basisübungen für einen guten Rückruf, Leinenführigkeit, Warten, Bleiben und Gehen bei „seinem“ Menschen schon erlernt werden
  • Übungen zur Körperpflege integriert werden. Sie stellen die Basis für den Besuch beim Tierarzt oder Physiotherapeuten dar.
  • auch kritische Situationen gemeistert werden können.

Weitere Bausteine im Training sind theoretische Grundlagen für den Hundehalter und richtiges Handling.

„Bindung ist ein Lernprozess, der Zeit beansprucht. Die Qualität der Bindung lebt von der Summe der Erfahrungen, die der Welpe mit seinen neuen Menschen macht.“
(Dr. rer. nat. Ute Blaschke-Berthold)

Welpenspielgruppen?

Die meisten Welpengruppen bestehen zu einem großen Teil aus dem  „freien Welpenspiel“. Nach einer solchen Welpenstunde sind die Kleinen wahrhaftig mehr als müde! Spielen macht nicht nur Spaß, spielen ist anstrengend.

Der Fokus einer Welpengruppe liegt sicher darin, gutes Sozialverhalten und damit die Sprache und das Verständnis unter ihresgleichen zu üben und ist für allgemeine Gehorsamsübungen sicher zu schade. Wieviel lernen Welpen von gleichaltrigen und ebenso unerfahrenen und heranwachsenden Hundekumpels?

Die Aufregung steigt während eines begeisterten Spiels an und greift der Mensch ab einem gewissen Punkt helfend ein, ist er am Ende nicht nur der Spielverderber, sondern macht sich zunehmend uninteressant für seinen Schützling. Was der Welpe jedoch nicht lernt, ist, höflich und adäquat auf erwachsene Hunde zu reagieren. Stattdessen hat er gelernt: Andere Hunde = spielen = Erregung! Dies gefällt sicherlich nicht jedem erwachsenen Hund und er wird den „unerzogenen Frischling“ in seine Schranken weisen. Begegnungsprobleme mit anderen Hunden werden so oft geschaffen.

 

 

 

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